Holzbildhauerei mit der 7E

 

Für jede sechste Klasse im Bildnerischen Schwerpunkt ist im Lehrplan eine Bildnerische Projektwoche vorgesehen.

Diesmal bin ich allerdings mit einer siebenten Klasse gefahren, weil seit zwei Jahren coronabedingt alle

Veranstaltungen gestrichen werden mussten. Überhaupt hat diese Klasse die ganze Oberstufe noch keine

Ausfahrt unternehmen dürfen.

Nach einigen Verwirrungen Anfang März war es plötzlich erlaubt, Projektwochen durchzuführen.

 

Vom 14. bis zum 18. März konnte für die 7E vom BRG Viktring sehr kurzfristig das stornierte Quartier wieder aktiviert werden.

Seit Jahren ist mir das Seeatelier in Stift St. Georgen am Längsee ein liebgewordener Ort, weil dort Stimmung, Verpflegung

und Infrastruktur perfekt unseren Bedürfnissen entsprechen.

Gearbeitet wurde auch heuer mit Zirbenholz in klassischer Bildhauermanier.

 

„Eine engstehende Gruppe“ war das sinnige Thema der Veranstaltung.

Ein Zustand, den Jugendliche mögen, der allerdings über zwei Jahre wenig Akzeptanz hatte.

 

Jeder Tag wurde tief erlebt, die Arbeit ging gut voran, aber leider war diese besondere Zeit viel zu schnell wieder vorbei.

Sogar schneller als erwünscht, weil wir fünf Stunden vor Ende die Veranstaltung wegen dreier positiver Schülerinnen

abbrechen mussten. Aber noch lange wird uns diese Woche in bester Erinnerung  bleiben.

 


 

Eine Wandgestaltung in der Stift-Viktring Straße

 

Vor über einem Jahr übernahm ich für meine siebente Klasse einen gestalterischen Auftrag in unmittelbarer Nähe zu unserer Schule.

Zu gestalten war eine Betonwand im Bereich der Nord-Ostecke von Stift Viktring, hinter der sich Mülltonnen befinden.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten verschiedene Ideen, die dann der Hausgemeinschaft vorgelegt wurden.

Die daraus ermittelte Auswahl wurde dann Mitte Oktober dieses Jahres auf die Wand übertragen. Sieben Schülerinnen und Schüler

konnten knapp ein Monat später die Arbeit abschließen.

 

Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

 


 

Tafelbilder für einen alten Bildstock in Göriach

 

Vielleicht war es kurz vor Ausbruch der Pandemie, dass die Überlegungen

für die Sanierung des Marterls in Göriach konkret wurden.

Leider verzögerte sich die Einweihung durch die bekannten Gründe um mehr als ein Jahr.

Endlich, nach langem Warten, war es am 16. Oktober so weit.

 

Das neue Marterl wurde vom Pfarrer aus Köttmannsdorf sehr würdevoll gesegnet.

Interessante Wortspenden gab es vom Bürgermeister, vom Dorfgemeindeobmann und von mir.

Im Mittelpunkt standen allerdings  die vier Schülerinnen und Schüler, die ebenfalls  über ihre Malereien sprachen.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von einem Männerchor und einem unserer Schüler begleitet .

 

Natürlich gab und gibt es kritische Stimmen. Wir können nur hoffen, dass die Aktualisierung der Themen

als wirkliches Bemühen um einen neue Sicht der Dinge verstanden wird, weil uns jede Art billiger Provokation fern liegt.

 


 

Beispiele aus den Homeateliers  - März bis Mai 2020

 

Irgendwie kam das Ende des üblichen Schullalltags am 13. März doch überraschend.

Angesagt war Homeschooling – ein Wort, das bis zu diesem Datum praktisch unbekannt war.

Nach sehr kurzer Eingewöhnungszeit ging es mit den Klassen 1B, 5E und 7BE richtig zur Sache.

Dazu kamen noch die Fotogruppe der 6E und zwei Werkklassen.

Es hatte sich zufälligerweise gleich zu Beginn ein Format abgezeichnet, dass wir bis zum Ende

des Homeschoolings beibehalten haben: Die Aussendung erfolgte am frühen Sonntagabend,

Abgabe am darauffolgenden Freitag.

Der Umfang orientiert sich an den zu erbringenden Wochenstunden mit entsprechender

Einrechnung der Umstände.

Während der Woche wurden Anfragen beantwortet, getröstet, Tipps verteilt.

Dadurch konnten in den Klassen bis zu acht Themen aus verschiedenen Inhaltskreisen erarbeitet werden.

Natürlich waren die Ergebnisse qualitativ breiter gestreut als im normalen Unterricht und manchmal

auch knapp daneben.

Aber insgesamt lieferten die Schülerinnen und Schüler bemerkenswerte Ergebnisse unter besonderen

Umständen.

An dieser Stelle darf ich den eingebundenen Eltern auf das herzlichste danken.

Das oft zitierte Beziehungsdreieck zwischen Lehrerinnen/Lehrer - Eltern - Schülerinnen/Schüler hat

bestens zusammengearbeitet.

 

1B

5E

7BE


 

Wandgestaltung für die HTL-Lastenstraße, Klagenfurt, 5E und 7E/BRG Viktring

Seit Jahren gibt es immer wieder interessante Kooperationen mit den Kollegen der HTL Lastenstraße. Kurz vor den Weihnachtsferien hat sich seitens der HTL der Wunsch nach zwei großformatigen Wandmalereien ergeben. Nach eingehenden Beratungen fixierten wir den Projekttag und fortan lief alles wie am Schnürchen. Die Tafeln wurden am Donnerstag, den 11. Jänner angeliefert, am Freitag grundierte die 5E Klasse die Tafeln beidseitig und am Montag malte die 7E die vorbereiteten Motive.

Die Abholung erfolgte am Dienstagvormittag wiederum durch die HTL.

An dieser Stelle darf ich mich bei den beiden HTL-Kollegen FOL Ing. BEd Günther Auer und FOL Ing. BEd Andreas Albel herzlich bedanken.

Dargestellt sind zwei engagierte Projekte einer nachhaltigen Energienutzung durch Solarpanele.

Beide Systeme stehen tatsächlich vor dem Eingang der HTL. In der Eingangshalle sind die beiden "Schaltzentralen" an den Wänden montiert. Damit die Zugehörigkeit optisch dargestellt werden kann, malten wir sozusagen die jeweils entsprechende Umgebung.

Das Carport wurde mit  geometrischen Formen in vielen Grüntönen und der Sonne links oben

umgeben, die Solarblume steht inmitten vieler Sonnenblumen. Die Malerei auserhalb der technischen Apparaturen wurde bewust wenig konkret ausgeführt um den notwenigen Kontrast zu erhalten.



Fotogramme,  7E / BRG Viktring

Viele Jahre sind vergangen, als ich zum letzten Mal mit Schülerinnen und Schülern diese unvergleichliche Stimmung in einer Dunkelkammer erlebt habe.

Der Grund dafür ist leicht auszumachen: Dem allgemeinen Trend hin zur digitalen Fotografie folgend, haben wir die analoge Fotoarbeit einfach links liegen gelassen.

Nach Aufhebung der Hausschuhpflicht erfolgte der Umbau der Garderobe in ein digitales Fotolabor im Jahre 2009 und die damals schon sehr selten benutzte Dunkelkammer im Nebenraum verwandelte sich zwei Jahre später in ein Fotostudio.

 

Und dann die Begegnung in Wien (KW50/2017)

 

 

 

 

Gestaltete Fotogramme im Format 40 x 50 cm waren das Ziel. Die meisten der Schülerinnen

sammelten verschiedene Dinge die vermutlich für Fotogramme geeignet sind.

In diesem interessanten Verfahren werden diese mitgebrachten Dinge auf das unbelichtete Fotopapier gelegt und kurz dem Licht des Vergrößerers ausgesetzt. Bereiche auf dem Papier, die kein Licht erhalten, bleiben demnach weiß weil sie nicht belichtet werden konnten. Freie Stellen verfärben sich demnach schwarz. Dazwischen liegt das Universum der Fotogramme.

Am 11. Dezember 2017 war es soweit. Die ersten drei Stunden an diesem Montag vergingen diesmal besonders schnell.

Die entstandenen Arbeiten wurden im Rahmen der Semesterausstellung 2017 präsentiert.



Radierung,  6E / BRG Viktring

Der folgende Text von Franz Kafka mit dem Titel “Gibs auf“ aus dem Jahr 1922,

bildete die Grundlage für eine grafische Auseinandersetzung:

 

Es war sehr früh am Morgen, die Straßen rein und leer, ich ging zum Bahnhof. Als ich eine

Turmuhr mit meiner Uhr verglich, sah ich daß schon viel später war als ich geglaubt hatte,

ich mußte mich sehr beeilen, der Schrecken über diese Entdeckung ließ mich im Weg unsicher werden,

ich kannte mich in dieser Stadt noch nicht sehr gut aus, glücklicherweise war ein Schutzmann in der Nähe,

ich lief zu ihm und fragte ihn atemlos nach dem Weg. Er lächelte und sagte: ‚Von mir willst Du den Weg erfahren?‘

‚Ja‘ sagte ich ‚da ich ihn selbst nicht finden kann‘ ‚Gibs auf, gibs auf‘ sagte er und wandte sich mit einem

großen Schwunge ab, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen.

 

Die bildnerischen Interpretationen wurden als reine Strichätzung ausgeführt.

BRG Viktring , Ende Mai 2017 


Kopf und Figur - Bildnerische Schwerpunktwoche mit der 4E / BRG Viktring

Vom 8. bis zum 12. Mai 2017 waren Frau Prof. Brunner und ich wieder zu Gast im Werkhof Bistrica.

Zwei Themen hatten wir für unsere Schülerinnen und Schüler vorbereitet: Einen Januskopf aus Knetbeton

und eine Marionette als Alter Ego.

Beide Themen wurden leidenschaftlich von den Schülerinnen und Schülern bearbeitet und

innerhalb dieser Woche auch fertiggestellt.

Der nachfolgende Bilderbogen soll von dieser besonderen Woche erzählen.



 

Für den Inhalt verantwortlich:

Horst Kothgasser| Koschatstraße 12| 9020 Klagenfurt

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