Sammlung Liaunig

 

Die Eröffnungsfeier des diesjährigen Ausstellungsjahres war zugleich ein Jubiläum für das 10-jährige Bestehen der Sammlung Liaunig.

In einer geografischen Randlage errichtet, besitzt das Haus inzwischen derart viel Strahlkraft, dass es auf dem internationalen Kunstradar

starke Signale abgibt.

 

Die aktuelle Schau wurde von Günther Oberhollenzer gestaltet. Der einstige Kurator des Essl-Museums hat dabei ganze Arbeit geleistet.

Die in der 150 Meter langen Halle präsentierten Werke fügen sich zu spannenden Gruppen zusammen. Ein Rundgang, sofern dieses Wort

in Anbetracht der architektonischen Form überhaupt anwendbar ist, bietet ständig neue und überraschende Blickwinkel.

 

Es sei mir gestattet, an dieser Stelle mein Bedauern darüber auszusprechen, dass das Informationsangebot zu den ausgestellten Werken

derart spartanisch ist, dass der Eindruck eines bildnerischen Ratespiels entsteht. Eine Handreichung in gedruckter Form, eine App mit

spannenden Informationen oder Saalbeschriftungen zu den einzelnen Themengruppen wären in der Lage, Bewertungen über das

„gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“ hinaus zu ermöglichen.

 

Bemerkenswert die Präsentationen der Arbeiten von Cornelius Kolig im Kuppelsaal sowie der Bilder von Peter Pongratz in der Dreieckshalle.

 

Letztendlich ist die Lage eines derartig qualitätsvollen Museums Nebensache. Ein Besuch der Sammlung Liaunig ist ein Akt des Wollens.

Wollen Sie nur.