Foto der Woche

KW 20/2018

Landschaftsfotografie im üblichen Sinn zählt nicht zu meinen bevorzugten fotografischen Bemühungen.

Trotzdem hat mich diese Ansicht bei St. Donat beeindruckt.

Zum einen war die Lichtsituation mit der tiefstehenden Sonne des späten Abends interessant, zum anderen

provozierte der blühende Mohn am Wegrand geradezu den Griff zur Kamera.

Zusammen ergaben diese Umstände ein feines Bild einer Kärntner Landschaft mit leicht toskanischem Flair.

Gestalterisch gesprochen steht der Mohn in einem äußerst spannenden Komplementär- und Quantitätskontrast

zur Umgebung. Wer sich für diese grundlegenden Dinge interessiert findet hier ein paar ganz brauchbare Informationen.

Darüber hinaus eignet sich dieses Foto als schönes Beispiel für die sogenannte Luftperspektive.

In dieser Website wird wesentliches zu diesem Thema erklärt.

 

Sony RX10 28 mm  |  1/250  |  f/4,5  |  ISO 125  |  -0,30 eV

 


Das Archiv vergangener Wochenbilder

 

KW19/2018

Am 12. Mai 2018 feierte der beliebte Wochenmarkt am Benediktinerplatz seinen 70. Geburtstag.

Dieser Markt bietet neben den vielfältigen kulinarischen Köstlichkeiten auch ein sehr spannendes optisches Angebot.

Auf der Website der Stadt Klagenfurt wird neben anderen auch folgende Sage erzählt: Direkt am Benediktinerplatz, auf dem Klagenfurter Wochenmarkt steht der „Steinerne Fischer” als Wahrzeichen

des Fischmarktes, der sich einst hier befand. Die Statue trägt die Jahreszahl 1606 und die Inschrift:

So lang wil ich da bleibn sthan

pis mier meine Füsch und Khrebs abgan.

Der Sage nach kam einmal ein Fischer vom Wörthersee zum Markte. Eine sparsame Frau zweifelte an der Richtigkeit seiner Waage, aber der Fischer schwor: „Zu Stein soll ich werden, wenn ich falsch gewogen habe!” Und es erfüllte sich das frevlerische Wort auf der Stelle.

Vor den Augen der Marktleute wurde der Fischer zu Stein und harrt noch heute der Erlösung.

Die schwierigen Lichtverhältnisse des Motivs wurden durch die HDR-Einstellung gemildert. Gemeinsam mit einer feinen Bildbearbeitung konnte dieses Motiv zufriedenstellend ausgearbeitet werden.

 

 Sony RX10     28 mm  |   1/500   |   f/4,5   |  ISO 250   |

KW18/2018

 

Am 1. Mai wird in vielen Orten unserer Region ein Maibaum an einem zentralen Platz errichtet. Der Maibaum ist ein fester Bestandteil der lokalen Traditionen im Jahreskreislauf.

Dessen Aufstellung mit dem damit verbundenen Dorf- oder Stadtfest ist allerdings in vielen Teilen Mittel- und Nordeuropas verbreitet. Üblicherweise finden diese Veranstaltungen am 30. April oder am 1. Mai statt.

Der Maibaum wird traditionell nur mit Hilfe langer Stangen, sogenannter Schwabeln, und Muskelkraft aufgestellt.

Im Foto gut zu sehen ist der sorgfältig abgeschälte Stamm des Baumes.

Dies geschieht, damit sich „Hexen sich nicht unter der Rinde festsetzen“ können…Zusammengefasst hat der Maibaum eine komplizierte, ja beinahe bizarre Geschichte.

Das Foto zeigt im knappen Ausschnitt und mit der für ein mittleres Teleobjektiv charakteristischen Raumverdichtung

die oben erwähnten Anstrengungen. Das Wesentliche abzubilden ist immer der Kern unserer fotografischen Bemühungen.

Dazu sagte der legendäre Robert Capa: „Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, dann warst du nicht nah genug dran.“

 

Sony RX10 Mk1   150mm   |   1/200   |   f/11   |   ISO 250   |

KW17/2018

Die eindrucksvolle Sammlung Liaunig feierte am vergangenen Samstag ihr 10-jähriges Jubiläum im kongenialen architektonischen Rahmen, ein Werk der Wiener Architekten querkraft.

Dieses inzwischen bereits unter Denkmalschutz befindliche Privatmuseum, zählt unbedingt zu den bemerkenswertesten Heimstätten bildender Kunst in Mitteleuropa.

2014/15 wurde das Museum um einige Räume vergrößert und wieder-eröffnet. Esther Stocker, eine interessante bildende Künstlerin aus dem Vintschgau/Südtirol, gestaltete den neuen Verbindungsgang zum Skulpturenpark, zum Skulpturendepot und zu den drei Sonderausstellungsräumen. Sie studierte in Wien, Mailand und Pasadena.

Stockers Werke sind gekennzeichnet durch eine strenge Ordnung mit genau geplanten geometrischen Störungen.

„Systematisch gebrochene Systeme“ nannte sie der Chefkurator und stellvertretender Direktor des MUMOK in Wien, Dr. Rainer Fuchs, in einem Text über die Arbeit der Künstlerin.

Fotografisch interessant in diesem Bild sind die verschiedenen Farbtemperaturen des Lichts. Der künstlich beleuchtete Gang, wurde vom automatischen Weißabgleich gut interpretiert.

Einen Bericht über diese feine Eröffnung finden Sie hier.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                Sony RX100 Mk2    28mm   |   1/40   |   f/3,2   |   ISO 400   |

 

KW16/2018

 

Die Speisemorchel wächst im Frühjahr mit einem wabigen, zerklüfteten Hut in verschiedenen Schattierungen von gelblichen, gräulichen oder bräunlichen Tönen und gilt als hervorragender Speisepilz.

Allerdings ist diese Delikatesse infolge der guten Tarnung nicht leicht zu finden.

Glück gehabt, dass mir ein Freund die richtigen Stellen gezeigt hat. Einmal eingesehen gelingt das Finden viel leichter.

Die Speisemorchel, wahrscheinlich die bekannteste Morchel, wächst in einer Vielzahl von Lebensräumen.

So zum Beispiel in Laubwälder, Auenwälder, Obstgärten, Gärten und auch in Gebüschen und Wiesen im städtischen Bereich. Bevorzugt wird häufiger Kalk- und Lehmboden als Sandboden.

 

Das Foto konzentriert sich auf den Inhalt des Korbes, es zeigt lediglich die Morcheln in den verschiedenen

Farbtönen und Strukturen und bezieht daraus seine einfache Schönheit.

Leider können Sie die Morcheln nicht riechen ... denn so duftet der Frühling.

 

Sony RX100 Mk2   28mm  |  1/50  |  f/3,5  |  ISO 400  |

KW15/2018

Der Freitag stand im Zeichen eines Konzerts, organisiert vom  Verein „Hutkultur“ in Maria WolschART.

Angesagt war SEÁN KEANE, der vielleicht populärste traditionelle irische Sänger der Gegenwart. Sein Repertoire umfasst sowohl alte als auch neue, von der traditionellen irischen Musik kommende Songs, die er mir seiner unverwechselbaren Stimme vorträgt.
Wunderbar begleitet von PAT COYNE an der Gitarre  und von FERGUS FEELIE am Mandoloncello,einem Instru ment aus der Mandolinfamilie. Aber nicht nur instrumental, auch vokal ergänzen die beidenletztgenannten hervorragend die unverwechselbare Old Style Stimme von Seán Keane, eine Gesangst echnikdie er meisterhaft beherrscht.

In einer Kultursendung im ORF wurde er als "Der Mann mit der Gänsehautstimme" bezeichnet.

Und wenn wir nicht seinem Gesang lauschen, dann erfreut er uns mit verschiedenen Flöten oder der Mundharmonika. Standing Ovations für ein Konzert im kleinen aber feinen Rahmen. Danke.

 Um die grellbunten Hintergrundvorhänge zu umgehen entschied ich mich für ein sepiagetontes Schwarz-Weiß Foto mit farblichem Akzent.

Diese Bearbeitung scheint mir die Stimmung und die Bescheidenheit des Auftritts zu unterstützen.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                               Sony RX10   24 mm    |    1/40    |    f/2,8    |    ISO 800    |

KW14/2018

 

Der Frühling hat viele Gesichter.

Eines davon gehört diesem schönen Karpfen. Die kirchlichen Fastengebote, von Papst Gregor dem Großen 590 eingeführt,

untersagten vor allem während der vierzigtägigen Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern den Genuss von warmblütigen Tieren.

Und wenn in der Vorwoche das Osterfest gefeiert wurde, dann dürfen wir nicht vergessen, dass gerade unter den Karpfen, als beliebte weil sättigende Fastenspeise, diese Tage vor Ostern zu den wenig beliebten Zeiten im Jahreskreis zählten.

Aber davon hat unser abgebildeter Karpfen keine Ahnung.

Dieser prächtige Fisch im Dorfteich von Rotschitzen lässt sich in aller Ruhe die ersten wirklich kräftigen Sonnenstrahlen genüsslich auf seinen Rücken fallen. Um den Wirkungsgrad der Erwärmung zu erhöhen, durchbricht der Karpfen sogar die Wasseroberfläche. Er befreit damit seinen Organismus langsam von der heuer doch sehr langen Winterruhe.

Aus fotografischer Sicht möchte ich anmerken, dass solche Fotos nur durch ruhiges, geradezu indianermäßiges Anschleichen möglich werden. Und ein Teleobjektiv sollte auch dabei sein.

 

Sony RX10 MK1   200 mm   |   1/800 Sek   |   f/3,2   |   ISO 400   |

Ein Brauch ist eine Gewohnheit oder Sitte, die sich innerhalb einer Gemeinschaft oder Kultur herausgebildet hat.

Und besonders die Zeit um Ostern kennt viele Bräuche, nicht wenige davon mit regionalem Charakter.

In seiner Osteransprache im Rahmen der Speisensegnung deutete unser Pfarrer das Wort „Brauch“ in Hinblick auf „brauchen“.  Wir brauchen bestimmte Ereignisse, Zusammenkünfte, Feiern oder Handlungen für unser kollektives und persönliches Wohlergehen.

Innerhalb der österlichen Bräuche ist das Osterfeuer ein weitverbreiteter und fixer Bestandteil der Osternacht. Höchstwahrscheinlich diente es ursprünglich zum endgültigen Austreiben des Winters, zum Begrüßen des Frühlingsund der Sonne. Oder man hoffte mit dem Feuer auf gute Ernten. Im Christentum soll es an die Auferstehung Christi erinnern.

Auch aus fotografischer Sicht ist ein großes Osterfeuer natürlich ein besonderer Moment.

Aufgrund der beruhigenden Lichtstärke meines Objektivs wollte ich auf ein Stativ verzichten. Den ISO-Wert stellte ich mit 1600 ungewöhnlich hoch ein. Belichtungszeiten im Freihandbereich waren so durchaus möglich solange ich im Weitwinkelbereich geblieben bin.

Der Funkenflug, die Kraft des Feuers, das Miteinander der Menschen rund um die Feuerstelle, all das ist etwas was wir einfach brauchen.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Sony RX100 MK2    28 mm   |    1/50 Sek    |    f/1,8    |    ISO 1600    |

KW12/2018

 

Mit meiner Klasse auf Besuch im Kärntner Landesarchiv.

Besonders interessant für uns sind natürlich die originalen Dokumente aus der großen Vergangenheit unserer Schule.

Links sehen Sie eine Urkunde aus Pergament, geschrieben um die Mitte des 12. Jhdts, in der Papst Eugen III die Gründung von Stift Viktring durch Graf Bernhard bestätigt, die Brüder rund um Abt Eberhard in Schutz nimmt und die Einführung der Zisterzienserregel bekräftigt.

 

Rechts daneben ebenfalls ein Originalpergament, in dem Abt Johann von Viktring die Pfarre Keutschach dem Jacob von Lewenberch verleiht.

Schwungvoll geschrieben und mit vier sehr schönen Siegeln bestätigt.

 

Am rechten Bildrand ein Notariatsinstrument betreffend die Übergabe der Kirche St. Zeno in Kappel an der Drau an Prior Gerhard von Viktring.

 

Heute staunen wir und freuen uns über die Schönheit dieser kalligrafischen Arbeiten. Vielleicht sollen wir etwas mehr mit der Hand schreiben? Einen Brief vielleicht?

 

Sony RX100 MK2 28 mm | 1/125 Sek | f/1,8 | ISO 400 |

KW11/2018

 

Robert Bresson sagte einmal:“ Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie

wahrgenommen worden wäre“.

Das ist schon richtig, setzt aber ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit voraus.

Eine Aufmerksamkeit die ich beinahe mit einem Verhalten bei der Jagd vergleichen möchte. Und im entscheidenden Moment schnell sein…

 

Das dieswöchige Foto ist an Einfachheit schwer zu überbieten.

Dennoch finde ich es gerade wegen dieser minimalistischen Bildinformation und im Hinblick auf die interessante Komposition sehr spannungsvoll.

 

Zwei Leitungen, zwei Vögel - mehr nicht. Aber wie sich diese Dinge organisieren, machte dieses Motiv zumindest für mich interessant.

Und daher habe ich es schnell sichtbar gemacht.

 

Sony RX100 MK2    70 mm |   1/1250 Sek     | f/8   |   ISO 400   |

KW10/2018

 

Endlich regt sich der Frühling.

Jedes Jahr zeigen sich am Teich in Rotschitzen an derselben Stelle die Frühlingsknotenblumen als erste Vorboten des Frühlings.

Am späteren Nachmittag fotografierte ich diese zarten Blumen direkt gegen die Sonne.

Dabei verwendete ich einen ungewöhnlich tiefen Kamerastandpunkt.

In so einem Fall ist ein schwenk- oder klappbarer Display ein wirklich enormer Vorteil. Aufgrund der sehr geringen Distanz zum Motiv erstreckt sich der Bereich der Schärfentiefe auch bei Blende 8 nur auf wenige Zentimeter. Deshalb achtete ich besonders darauf, die große Blüte mit dem Sonnenstrahlen optimal scharf abbilden zu können. Der Großteil des Bildes zerfließt hingegen in der Weichheit einer lesbaren Unschärfe.

 

Seit genau einem Jahr stelle ich auf dieser Homepage jede Woche ein Foto aus dem aktuellen Geschehen ein.

Sollten Sie diese Fotos hin und wieder ansehen, dann danke ich Ihnen dafür und werde mich bemühen, auch weiterhin meine Umgebung auf-merksam zu beobachten und zu gegebener Zeit den Auslöser zu drücken.

 

Sony RX100 MK2 28 mm | 1/2000 Sek | f/8 | ISO 400 |

KW09/2018

 

Als (begeisterter) Zuseher bei der Sportbogenstaatsmeisterschaft im Sportpark Klagenfurt.

Leider konnte ich mich als Fotograf nicht so bewegen wie ich es mir vorgestellt habe.

Zum Glück hatte ich mein 300-er dabei, somit konnte die doch erhebliche Distanz zum Geschehen überbrückt werden.

Doch Vorsicht! Eine hohe Brennweite erzeugt sehr schnell verwackelte Fotos. Um dies zu verhindern gilt als Faustformel der Kehrwert der Brennweite als längste Verschlusszeit.

In meinem Fall wäre also ein 1/300 Sekunde ein günstiger Wert.

Zum Glück hatte ich mein Einbeinstativ dabei und konnte ohne hohen ISO-Wert das Foto aufnehmen.

Besonders gefallen hat mir dieses Foto mit dem Teddybären inmitten der hochtechnischen Recurvebögen. Es ist ein direkt berührender Gegensatz.

Der Recurvebogen bildet eine eigene Klasse im Bogensport.

Mehr über die verschiedenen Bogenklassen finden Sie hier.

 

Nikon D300 300 mm mit Einbeinstativ   |   1/60 Sek   |   f/2,8   |   ISO 250   |

KW08/2018

 

Weiterhin hat uns der Winter fest im Griff.

Diese Woche entschied ich mich für ein, zumindest im Ansatz humorvolles Foto.

Am Stauderplatz in Klagenfurt befindet sich diese Kopie des sogenannten Jüngling vom Magdalensberg.

Diese sehr interessante Bronzestatue mit beinahe abenteuerlicher Geschichte ist zurzeit nur durch einen Abguss aus dem 16. Jahrhundert bekannt, der sich im Kunsthistorischen Museums in Wien befindet.

Somit steht am Stauderplatz die Kopie der Kopie.

Bei der Wiener Statue handelt es sich jedoch auch „nur“ um einen Abguss

aus der Mitte des 16. Jahrhunderts; das Original dürfte im selben Jahrhundert nach Spanien gelangt sein und gilt als verschollen.

Wie dem auch sei, unser Jüngling mit dem Schneehauberl macht auf jeden Fall eine gute Figur.

 

Nikon D300  130 mm  |  1/800 Sek  |  f/5,6  |  ISO 250  |

KW07/2018

 

Endlich Semesterferien in Kärnten und gleich zu Beginn schneite es ergiebig.

Mehrere Male war ich mit der Kamera hoch motiviert unterwegs, es entstand eine ganze Reihe interessanter Fotos.

Ausgewählt wurde hingegen ein Foto, das ich als Beifahrer, beinahe zufällig, aus dem fahrenden Auto heraus aufgenommen habe.

Das Bild zeigt eine kleine Kapelle zwischen St. Peter ob Judenburg und Rothenturm.

Ich weiß nicht, wie oft ich diese Kapelle schon gesehen habe, aber diesmal war das Motiv mit dem frischen Schnee einfach besonders. Besonders einfach nämlich.

Weniger kann mitunter mehr sein. Und genau das ist hier geschehen.

Glück gehabt.

 

Sony RX100   80 mm  |  1/320 Sek  |   f/8   |  ISO 200   |

KW06/2018

 

Am Samstag auf Kontrolle im Fliegenfischerrevier.

Nebenbei beabsichtigte ich, Langzeitbelichtungen des bewegten Wassers im Kontrast zu Ästen, Baumstämmen oder dergleichen zu erstellen. Es gefällt mir, wenn das schnell bewegte Wasser die Hindernisse wie Watte umhüllt.

Obwohl die Kamera auf einem stabilen Stativ befestigt war gab es gelegentliche Unschärfen.

Dies resultiert aus den leichten Bewegungen der Hölzer hervorgerufen durch den Strömungsdruck. Eine Bewegung, die für unsere Augen kaum wahrnehmbar aber im Foto bemerkbar ist.

Als Blende und ISO-Werte bereits auf das Minimum eingestellt waren und mir die Belichtungszeit immer noch zu lange erschien, verwendete ich den internen Graufilter. Damit waren Verschlusszeiten zwischen 5 und 8 Sekunden möglich. Ausgelöst wurde die Kamera mit Selbstauslöser bei zwei Sekunden Vorlaufzeit.

Leider kam ich beim Rückweg zu Sturz wobei meine Kamera Schaden erlitten hat. Schade.

 

Sony RX10  Brennweite ca.70 mm  |  5 Sek. mit ND-Filter  |  f/16  |  ISO 100  |

KW05/2018

 

In und um Stift Viktring gehen die Motive nicht aus.

Im Gegensatz zum vorwöchigen Foto, das ruhig und beinahe geordnet aufgebaut ist, sind die Kennzeichen des aktuellen Fotos der Woche spitze Winkel und eine höchst ungewöhnliche Ansicht .

In dieser bestimmten Position berühren sich beinahe die Spitzen des Tagesheims und des Kirchturms.

Eine zarte Parallele dazu könnte in der berühmten Szene der

Erschaffung Adams im Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle gesehen werden. Auch hier entsteht die Spannung durch die beinahe Berührung.

Dieses Foto wurde ausgewählt um zu veranschaulichen, dass mitunter die üblichen Sehgewohnheiten verlassen und neuen Blickwinkeln eine Chance gegeben werden sollte.

Zweifellos ist es manchmal so, dass der Blickwinkel entscheidet, welchen Inhalt wir in einem Bild sehen.

 

Sony RX10  24 mm  |  1/500 Sek  |  f/7,1  |  ISO 250  |

KW04/2018

 

Jakob ist ein interessanter Schüler. Nicht nur, dass der den Musikraum wie alle anderen durch die Türe verlässt, nein, Jakob geht durch das Fenster…

Jakob ist im besten Sinne des Wortes ein wenig anders.

Und wenn andere vielleicht den halben Tag über dem Handy verbringen,

so sammelt Jakob analoge Fotoapparate.

Am vergangenen Mittwoch stellte Jakob seinen Mitschülerinnen und Mitschülern der 5BE und mir einen Teil eben dieser Sammlung vor. Beeindruckend, wie kompetent er die Besonderheiten der verschiedenen Modelle dargestellt hat und mit welcher Ruhe und Selbstsicherheit er zur Sache ging.

Um den Augenblick zu bewahren war es mir wichtig, das Foto der Woche diesem besonderen Moment zu widmen. In Anbetracht der präsentierten Fotoapparate war die Darstellung in Schwarz-Weiß naheliegend. Ein ruhiger, horizontal geschichteter Aufbau gliedert das Foto in drei Zonen. Die erste und die dritte Reihe sind symmetrisch organisiert, Jakob ist leicht außerhalb der Mitte positioniert.

Ob er ein Handy hat kann ich nicht sagen.

 

Sony RX10  ca.60 mm  |  1/20 Sek  |  f/2,8  |  ISO 250  |

KW03/2018

 

KAC gegen Black Wings Linz. Das verspricht Spannung und Dramatik.

In der Tabelle liegen beide Vereine knapp hintereinander, beide Vereine sind für das Play Off qualifiziert.

 

Nach dem eher statischen Foto der Vorwoche suchte ich diesmal die Dynamik des Spiels.

Das gelingt wohl kaum wo besser als unmittelbar hinter dem Tor.

Natürlich ist mit Unannehmlichkeiten wie eine zerkratzte Plexiglasscheibe, wenig Platz und stark wechselnden Lichtverhältnissen zu rechnen.

Aber die größte Herausforderung ist das Tempo des Spiels. Und diese

unglaubliche Geschwindigkeit kann wohl am ehesten durch eine relativ lange Verschlusszeit kombiniert mit dem Mitziehenn der Kamera dargestellt werden.

Und wenn noch ein Teil des Fotos relativ scharf abgebildet werden kann, ja dann wird ein gelungenes Foto nur schwer zu verhindern sein...

 

Sony RX10    ca.28 mm  |   1/60 Sek  |   f/16   |   ISO 400   |

KW02/2018

 

"Rot wie Blut und weiß wie Schnee, das sind die Farben des KAC" lautet ein bekannter Klagenfurter Slogan für das heimische Hockeymannschaft. Dieser KAC gehört zu Klagenfurt wie der Lindwurm, der Wörthersee oder der Nebel im November.

Das Match gegen die Innsbrucker Haie am 13. 1. war ein bemerkenswertes Spiel. Eine schnelle, komfortable Führung wurde (leichtfertig) hergegeben, ja unser Verein stand sogar kurz vor der Niederlage. Schlussendlich verloren wir „nur“ im Penaltyschießen. Das Spiel endete 5:6. Leider.

 Das Foto entstand kurz vor Spielbeginn-die Spieler beschwören nochmals das Kollektiv. Ein guter Moment, um den Mannschaftsgedanken sichtbar ablichten zu können. Das Foto zeigt die Tugenden, die eine Mannschaft haben soll: Angriffslust (im Gesicht von Manuel Geier), Konzentration (Tomi Koch, Jamie Lundmark und Steven Strong) und Teamgeist (Patrick Harand und ein weiterer Spieler am linken Bildrand). Ganz rechts, vielleicht mit dem Ritual noch nicht ganz vertraut, der interessante Neuzugang Andrew Kozek.

 

 Sony RX10 150 mm | 1/125 Sek | f/2,8 | ISO 400 |

KW01/2018

 

Drei Tage in Wien.

Neben den wechselhaften Highlights wie im vorliegenden Fall Raffael, Plachutta und MAK, ist die effektive Fortbewegung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln stets eine konstant erfreuliche.

Vorbei der Mief vergangener U-Bahn Zeiten.

Das Foto der Woche entstand in der Station Westbahnhof. Mit der 28-er Brennweite öffnet sich optisch der U3 Tunnel und wird sowohl grafisch als auch farblich hochinteressant.

Zumal mit dieser Brennweite die Gefahr einer Verwacklung als eher gering einzustufen ist.

Mir persönlich gefällt besonders dieser Farbe-Nichtfarbe Kontrast. Schwarz, Dunkel- und Hellgraue Zonen stehen quantitativ den viel geringeren Orangetönen spannungsvoll gegenüber.

Einige gehende Menschen „beleben“ dieses Foto im besten Sinn des Wortes.

 

Sony RX100 MK2 28 mm | 1/50 Sek | f/2 | -0,30eV | ISO 400 |

KW52/2017

 

Neujahrsfeuerwerk über Klagenfurt.

Erlebt und fotografiert auf der Plattform der Sternwarte mit perfekter Rundumsicht.

Ob du dich bei deiner Kamera auskennst, merkst du spätestens bei deinen ersten Nachtfotos.

Wenn es dazu noch so richtig kalt, unglaublich eng und vielleicht noch ein wenig stressig ist, ja dann freut dich ein geglücktes Foto nachhaltig.

 

Allen Besucherinnen und Besuchern meiner Homepage darf ich mit diesem Foto die besten Wünsche für 2018 aussprechen und möge

dieses Jahr von unvergesslich schönen Begegnungen und Momenten erfüllt sein.

 

Sony RX100 MK2 35 mm | 8 Sek | f/5,6 | -2,0 eV | ISO 200 |

KW51/2017

 

Erstmals seit Beginn dieser Fotoserie verspäte ich mich mit der

Neueinstellung aus privaten und gesundheitlichen Gründen.

Das interessanteste Foto dieser 51. Woche zeigt das traditionelle gemeinsame Weihnachtssingen im Arkadenhof von Stift Viktring.

In einer Zeit, in der mehr und mehr Traditionen im Jahreskreis abhandenkommen, hält unsere Schule an diesem akustischen Ausklang fest.

Verschiedene Schulchöre, vom Chor der ersten Klassen bis hin

zum mächtigen Chor „Juventus Musica“, spannen einen gesanglichen Bogen, der die Vielfallt der musikalischen Arbeit in den Schwerpunktklassen erahnen lässt.

 

Rund um den Christbaum zu stehen, gemeinsam zu singen und die

Weihnachtsferien in Griffweite.

Schöne Feiertage.

 

Sony RX100 MK2 24 mm | 1/500 | f/2,8 | ISO 200

KW50/2017

 

Nach langer, langer Zeit wieder in der Dunkelkammer. Rotlicht, Vergrößerer, Entwickler, Fixierer…

Mehr als 15 Jahren sind vergangen, als Schüler und Schülerinnen zum letzte Maldiese wunderbare Spannung erlebt haben.

Ausschlaggebend für diese fotografische Renaissance war ein Besuch mit Workshop im 21-er Haus im Rahmen der Wienaktion 2017. Die Schülerinnen der 7e waren überrascht, als sie sich plötzlich in einer Dunkelkammer befanden. Kurze Zeit später hatten die Schülerinnen ihr erstes Fotogramm fertig entwickelt.

“Können wir so etwas auch in Viktring machen?” - Natürlich.

Und sogar noch viel ausgereifter, weil wir in den späteren 90-er Jahren mit enormer Hilfe des Elternvereins eine grandiose Dunkelkammer einrichten konnten. Innerhalb weniger Stunden gelang der Rückbau vom Fotostudio zur Dunkelkammer.

Vielleicht gelingt es uns, durch die ausgestellten Arbeiten Neugier bei unseren kleineren Schülerinnen und Schülern zu wecken und somit ein interessantes Verfahren wieder zu beleben.

 

Sony RX100 MK2  24 mm  |  2 Sek, Selbstauslöser  |  f/1,8  |  ISO 200  |

KW 49/2017

 

Seit Tagen hat uns der Winter fest im Griff.

Rund um Stift Viktring sind die Teiche bis auf kleine Restflächen zugefroren.

Und eben in einer dieser offenen Stellen habe ich diese interessante Situation entdecken können.

Grafisch überaus interessant, spannen sich zwei Schilfhalme halbkreisförmig durch das Foto und bilden durch ihre Spiegelung eine lanzetteartige Form.

Im Kontrast dazu stehen weitere, diagonal durch das Bild verlaufende

Schilfhalme, die zum Teil mit Raureif bedeckt sind.

Insgesamt eine sehr interessante Konstellation die spannungsvoll fotografiert wurde.

Eine leichte Asymmetrie und die genaue Beschränkung auf das Wichtigste ergeben ein feines lineares Wechselspiel.

 

Sony RX10 135 mm | 1/1600s | f/2,8 | ISO 400 |

KW 48/2017

 

Bald sind es dreißig Jahre, die ich im BRG Viktring tätig bin.

Und immer wieder zeigt mir das Stift neue Ansichten.

Vor wenigen Tagen fiel der erste Schnee, der wieder alles verzauberte.

Heute am Sonntag verabschiedet sich ein klarer und kalter Frühwintertag

mit orange-warmen Sonnenstrahlen vor tiefblauem, kühlem Himmel.

Ist dieser Warm-Kalt-Kontrast nicht wunderbar?

Noch dazu befindet sich dieses Kontrastpaar in einem sehr spannungsvollen Mengenverhältnis zueinander. Die Belichtung erfolgte am hellen Bereich des Kirchturms.

Damit bekam das Foto die richtige Farbintensität.

In einem Grafikprogramm wurden die stürzenden Linien vorsichtig ausgeglichen.

Natürlich wäre ich noch gerne ein paar Schritte zurückgegangen, weil die Komposition doch sehr knapp an die Bildränder oben und unten heranreicht.

Aber mit einer massiven Steinmauer im Rücken ist nicht zu verhandeln.

 

Sony RX100 MK2 24 mm | 1/1600s | f/4 | ISO 400 |

KW47/2017

 

Wie lange müssen sich Kühe an einem Stacheldraht reiben, bis dieser entschärft, umwickelt, ja beinahe befilzt ist?

Sicherlich einige Jahre.

Ein überraschendes und auch irgendwie berührendes Motiv.

Die fotografische Umsetzung erforderte wie so oft eine Reihe von Überlegungen. Dazu vielleicht einige Anmerkungen.

Wichtig war die Einbeziehung der Kühe in das Stacheldrahtmotiv. Kniend ergab sich ein guter Kamerastandpunkt.

Mit der etwas längeren Brennweite von 100 mm konnte der Raum zwischen Kühen und Stacheldraht optisch verringert werden.

Letztendlich lieferte die Blende 11 genau jenes Mass an Unschärfe, die Erkennbarkeit und genügend Motivkontrast zugleich erlaubt.

Die Aufteilung im Bild würde ich eher als ruhig bezeichnen, weil eine allzu dynamische Komposition dem Motiv wenig nutzen würde.

 

Sony RX100 MK2    100 mm  |  1/80s  |  f/11  |  ISO 400  |

KW46/2017

 

Wien hat es gut mit uns gemeint.

Fünf Tage war ich mit meiner Klasse im Rahmen der Wienaktion unterwegs, viele neue Eindrücke und unzählige interessante Fotomotive konnten gesammelt werden. Und wieder einmal die Qual der Wahl.

Dieses, meiner Meinung nach ungewöhnlichste Foto, entstand beinahe nebenbei am sprichwörtlichen Wegesrand, während eines Marsches vom Schloss Schönbrunn zum Tiergarten.

Ein zufälliger Blick nach oben und ich musste stehen bleiben. Was für eine Überraschung.

Die Gärtner beschnitten die Alleebäume mit einer derartigen Präzision,

dass ein Bild davon aussieht wie eine Photoshopübung.

 

Ich entschied mich zu einer diagonalen Zweiteilung des Bildes, wobei die eine Hälfte von den Bäumen gegliedert und die gegenüberliegende Hälfte im scharfen Kontrast zur Baumzone von zwei Kondensstreifen durchzogen wird.

Eine einfache, aber sehr spannende Komposition.

 

Sony RX10    24 mm  |  1/400s  |  f/8  |  ISO 640  |

KW45/2017

 

Stift Viktring versorgt mich seit Jahrzehnten mit Fotomotiven.

Diesmal war es der Gang im Marienhof, der mein Interesse weckte.

Schon öfters habe ich dieses Motiv mit meinen Schülerinnen und

Schülern besprochen. Und immer wieder faszinierten mich die

feinen Abstufungen in den Pfeilern, sowohl was die Grauwerte

als auch was die zunehmende Unschärfe anbelangt.

 

Aus fotografischer Sicht scheint mir die Verwendung der offenen Blende

bemerkenswert. Lediglich der erste Pfeiler ist scharf abgebildet.

Im Prinzip besteht dieses Foto somit aus ca. 80 Prozent absichtsvoller Unschärfe.

 

Eine strenge, zu den Bildkanten parallele Bildaufteilung, ist ein weiteres

Merkmal dieses sehr asymmetrischen Fotos.

 

Sony RX10    200 mm  |  1/125s  |  f/2,8  |  ISO 320  |

KW44/2017

 

Gegen das Licht, im vorliegenden Fall gegen die Sonne, zu fotografieren kann zu besonderen Bildergebnissen führen, wenn die Bedingungen stimmen.

Der alte Fotogrundsatz, wonach nicht in Lichtrichtung fotografiert werden darf, ist längst überholt. Gerade das Fotografieren gegen das Licht ermöglicht starke Kontraste und überraschende Lichtwirkungen.

Bei Gegenlichtaufnahmen entstehen oft sogenannte Blendenflecken („Lens flare“).

Die Verwendung einer Gegenlichtblende (auch Streulichtblende) kann Linsenreflexionen deutlich vermindern. Die Bildqualität von Fotos in extremen Lichtsituationen wird dadurch entscheidend verbessert.

 

Das Foto der Woche überrascht durch die teilweise Auflösung des Krans hervorgerufen durch die extreme Überstrahlung durch die Sonne.

Dieses grafische Motiv bekommt durch das starke Gegenlicht die richtige Dosis Irritation und Überraschung.

 

Sony RX10 (mit Gegenlichtblende) 110 mm | 1/1600s | f/11 | ISO 400 |

KW43/2017

 

Piran gehört zu den schönsten Städten im Mittelmeer und zu den am besten erhaltenen Altstädten Europas.

Es ist hier schwer, keine guten Bilder zu fotografieren.  Wer mit offenen Augen durch diese bezaubernde Stadt geht, wird sich von Faszination der engen Altstadtgassen, der Vielfalt des Hafens und dem Charme der Bevölkerung inspirieren lassen und dementsprechend die Kamera betätigen. Jedoch ist es problematisch, solche Orte quasi nur durch die Kamera zu sehen. Beobachten, oftmals warten aber im richtigen Moment für ein Foto bereit sein. Weniger ist mehr.

Das innere Hafenbecken ist von der Straße aus gesehen sicher ein interessantes Motiv.

Aber weil wir im Hotel Tartini gewohnt haben und dieses angenehme Hotel über eine Dachterrasse verfügt, boten sich mir ganz neue Perspektiven. Vielleicht darf ich an dieser Stelle den Ratschlag geben,

mitunter die normale Sichtweise zu verändern.

Und wenn ich zum Beispiel nur in die Hocke gehe oder die Kamera über Kopf halte, kann und wird sich fotografisch vieles ändern. Vielleicht sogar verbessern.

 

Sony RX10    24mm  |  1/200 s  |  f/14  |  ISO 400  |

 KW42/2017

 

Die Biennale in Venedig ist eine der wichtigsten Kunstausstellung weltweit.

Seit dem Jahre 1859 zeigen Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt ihre Werke in den Giardini, im Arsenale und neuerdings auch an vielen Dependancen verteilt in der ganzen Stadt.

Alles zu sehen ist beinahe unmöglich.

Welches Foto ist geeignet, diese unüberschaubare Fülle an Eindrücken zu repräsentieren? Kann es so ein Foto geben? Kaum.

Also wählte ich aus den heurigen Biennalefotos eine kleine Beobachtung, die mich angenehm berührt und die die besondere Magie eines Augenblicks darzustellen vermag.

Die kindliche Beratung über eine Arbeit der Argentinischen Künstlerin Liliane Porter mit dem Titel „Mann mit Axt“ schien mir dazu geeignet.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass mein Foto nur einen

geradezu winzigen Teil der angesprochene Arbeit zeigt.

Konzentriert und schnörkelfrei fotografiert mit Mut zur leeren Fläche.

Ein umfassender Bericht folgt demnächst auf dieser Homepage.

 

Sony RX10     50mm  | 1/80 s |   f/3,5  |  ISO 400  |

 KW41/2017

 

Anfang Oktober steht der Arkadenhof in Stift Viktring in voller Farbenpracht.

Die Wilden Weinreben im Bereich  im Erdgeschoss sind für wenige Tage ein prachtvoller Anblick.

Gegen das Licht fotografiert erstrahlen die Blätter in den verschiedensten

Rot-, Orange- und Gelbtönen.

Das Foto wurde asymmetrisch komponiert, wobei die  Arkaden im Vordergrund allseitig über die Bildgrenzen hinausreichen und damit im Kontrast zur Ansicht im Mittelgrund stehen.

 

Sony RX100Mk2     28mm  | 1/800 s |   f/4  |  ISO 400  |

 KW40/2017

 

Diese 40. Kalenderwoche stand bei uns ganz im Zeichen der Poolbillard Euro Tour 2017 im Sportpark Klagenfurt.

Auf insgesamt 20 Spieltischen wurde dieses hochwertige und äußerst prominent besetzte Turnier ausgetragen. Bei freiem Eintritt konnte Poolbillard vom Allerfeinsten hautnah erlebt werden.

Von den zahlreichen Fotos entschieden wir uns für diese Gesamtaufnahme, weil uns diese Vielzahl der Tische mit den Spielerinnen und Spielern beeindruckt haben.

Das Foto gliedert sich horizontal in zwei Hälften.

Farblich interessant ist der Kontrast Farbe-Nichtfarbe. Die untere farbige Bildhälfte kontrastiert auf das Schärfste mit der oberen, die mit ihren großen dunklen Flächen die Farben der Tische und des Bodens zu

betonen imstande ist.

Die leicht stürzenden Linien in diesem Foto wurden zugunsten einer gesteigerten Bildordnung entzerrt, weil mein Bestreben in der möglichst beruhigten und klaren Darstellung dieses Ereignisses lag.

 

Sony RX100Mk2    28mm  |  1/30 s  |  f/2,8  |  ISO 400  |

KW39/2017

 

Ein Themenbereich, der mich seit Jahren beschäftigt und der auch immer wieder spannenden Zuwachs erhält, ist das weite Land der Strukturen.  Und um gleich auf das Thema zu sprechen zu kommen: Holz habe ich in allen möglichen Zuständen fotografiert. Aber ein derart schön abgewittertes Holz, wie ich es vor wenigen Tagen in Dellach im Drautal finden konnte, habe ich noch nicht oft gesehen.

Es handelt sich dabei um eine Weide, die knapp 300 Meter stromab vom Baumhaus in Dellach steht.

Bemerkenswert ist dabei der Reichtum der Farben und der interessante Kontrast zur noch intakten Rinde. Aber ausgesprochen faszinierend finde ich die Assoziationsmöglichkeit mit einem tierischen Auge.

Allerdings habe ich mir die gestalterische Freiheit genommen, aus dem originalen Hochformat ein Querformat zu machen.

Diese alte Weide nur wegen eines Fotos zu fällen erschien mir dann doch etwas übertrieben…

Wichtig bei derartigen Fotos sind die gleichmäßige Schärfe, eine strukturbetonende Beleuchtung und, wie so oft, ein konzentrierter Bildausschnitt.

 

Sony RX100Mk2  28mm  |  1/100 s  |  f/3,2  |  ISO 400  |

KW 38/2017

Wenn man so will, dann handelt es sich beim dieswöchigen Auswahlfoto und ein Stillleben.

Eine Szene aus meinem Atelier unmittelbar nach Fertigstellung der Arbeit. Links der offene Aquarellkasten, Fetzen, Malbecher, einige Pinsel und in der rechten Bildhälfte zwei Aquarelle mit Ansichten von Stift Viktring. Aus fotografischer Sicht scheint mir die strenge Kameraposition durchaus bemerkenswert.

Der Ausschnitt wurde so gewählt, dass eine Art Lesefluss von links oben nach rechts unten ermöglicht wird. Ein runder Becher mit großem Kontrast und  auffallender Form wird vom Auge vermutlich sehr schnell wahrgenommen. Der Blick wandert weiter über die richtungsweisenden Pinsel zum Brunnenaquarell und letztendlich zum sonnigen Aquarell der Südfassade.

Entsprechend unseren Lesegewohnheiten ist es für uns ganz normal, Bilder von links oben nach rechts unten zu erfassen. Ein Umstand, der bei Bildkompositionen nicht außer Acht gelassen werden darf.

Alle Bildelemente sind mehr oder weniger angeschnitten, bzw. berühren den Rand.

 

Sony RX100Mk2    28mm  |  1/60 s  |  f/2,8  |  ISO 400  |

KW37/2017

 

Drei Aspekte waren es, die ich für die Wahl des vorliegenden Fotos als Foto der Woche begründen möchte: Die grafischen Strukturen, das stimmungsvolle Hell-Dunkel und die etwas eigenwillige Komposition.

Das angesprochene Hell-Dunkel gibt diesem Foto, etwas übertrieben gesagt,die richtige Dramatik. Leicht bewegt die Oberfläche des Wörthersees, sehr dunkel die Bergkette hin zum Pyramidenkogel und in schönem Kontrast das Wolkentheater darüber. Dieses Stimmngssituation konnte durch das sanfte Weitwinkel sehr gut unterstützt werden.

Wie so oft in der Fotografie galt es auch bei diesem Motiv den richtigen Zeitpunkt zu erwischen.

Nur für wenige Minuten lichtete sich am Abend der Himmel an diesem verregneten Tag. Aber dann besteht oftmals die Chance für besonders interessante Lichtverhältnisse, Spiegelungen und fast mystische Stimmungen.

Die Komposition wird getragen von der eigenwilligen, vertikalen Teilung des Fotos durch den spiegelnden Handlauf in den unteren zwei Dritteln.

Trotzdem ist das Foto in einem labilen Gleichgewicht.

 

Sony RX10  |  35 mm  | 1/640 s  |  f/9  |  ISO 640  |

 KW36/2017

 

Sonnenuntergänge sind ein wunderbares Schauspiel.

So schön, dass sie schwer zu übersehen sind. Beinahe jede oder jeder hat anlässlichdieses Naturspektakels total motiviert die Kamera gezückt um im Nachhinein nicht selten enttäuscht zu sagen: "In Wahrheit war das viiiiel schöner..."

Solche Stimmungsbilder fotografiere ich eher selten, aber im vorliegenden Fall konnteich gar nicht anders. Was für eine Inszenierung! Regen und Sonne zugleich, atemberaubende, hochdramatische Wolkengebilde und ein Schiff am Horizont…

 

Aus formaler Sicht sind vor allem zwei Kontraste für die enorme Bildwirkung zu benennen - der Warm-Kalt Kontrast und der Quantitätskontrast. Gerade der zweite Kontrast, der die unterschiedlichen Mengenverhältnisse zwischen den bläulichen und orangen Farbtönen beschreibt, macht viel von der Eindringlichkeit dieses Fotos aus.

 

Sony RX10 | 50 mm | 1/800 s | f/2,8 | ISO 100 |

KW35/2017

 

Zurzeit ist Bogenschießen so richtig angesagt.

Im dieswöchigen Auswahlfoto ist meine Tochter Caroline bei einem Schuss mit ihren Recurvebogen zu sehen. Beim traditionellen Bogenschießen werden ausschließlich Blankbögen ohne technische Hilfsmittel wie Zielvorrichtungen oder Stabilisatoren benutzt.

Fotografisch interessant war das Einfrieren des richtigen Augenblicks. Und wenn im Wortsinn der Begriff „Augenblick“ für einen kurzen Moment steht, dann konnte ich hier einen einfangen.

Allerdings waren mehr als hundert Fotos notwendig, um der eigenen Bildvorstellung nahe zu kommen.

Fotografiert wurde natürlich mit der Einstellung „CH“ (schnelle Serienbilder, hohe Geschwindigkeit “continuously, high”) und mit Abschuss auf Einzählung.

Allerdings ist der Carbonpfeil mit rund 150 km/h ein sehr flottes Geschoß. Nur mit Glück kann der Pfeil brauchbar im richtigen Augenblick abgebildet werden. Darüber hinaus bin ich mir der sehr kleinen Schärfenzone, kombiniert mit einer interessanten Komposition und der Wahl des knappen Bildausschnitts, überaus zufrieden.

 

Nikon D300 mit Nikkor 80-200/f2,8  |  1/2000 s  |  f/2,8  |  ISO 250  |

 KW34/2017

 

Die Burg Falkenstein ist eine Wehranlage bei Obervellach im Mölltal.

Etwas nördlich der abgebildeten Burg steht auf einem Felsgrat die eigentliche Burg Oberfalkenstein (im Foto ist ganz links die weiße Burgkapelle zu erkennen).

Was wir heute als Burg Unterfalkenstein bzw. Niederfalkenstein bezeichnen, war ehemals keine Burg, sondern nur ein Vorwerk der bedeutend höher gelegenen Burg Oberfalkenstein.

Dieses, im wahrsten Sinnen des Wortes spannende Foto, zeigt eindringlich die optische Raumverdichtung bei der Verwendung von Teleobjektiven. Durch die Charakteristik eines 300mm Objektivs (eigentlich 200mm, aber Crop-Faktor 1,5) erscheinen die Stromleitungen sehr knapp bei der Burg, ebenso wirkt die Bahnstrecke unmittelbar dahinter gelegen. Weit gefehlt.

Zwischen Stromleitungen und Burg erstrecken sich beinahe 800 Meter und bis zur Bahntrasse sind es nochmals 200 Meter.

Um den unglaublichen Kontrast darstellen zu können war der Einsatz eines starken Teleobjektives notwendig.    

 

Nikon D300 mit Nikkor 80-200/f2,8  |  1/400 s  |  f/3,5  |  ISO 400  |

 KW 33/2017

 

Am Samstag gab es in der Kärntnerliga das Heimspiel des KAC 1909 gegen St. Jakob im Rosental, welches die Klagenfurter leider knapp mit 1:2 hergeben mussten.

In der zweiten Halbzeit schüttete es wie aus Kübeln. Fototechnisch nicht unbedingt optimal.

Das war aber das kleinere Problem - aufgrund der einsetzenden Dunkelheit fielen die Verschlusszeiten in den Keller. Unter diesen Bedingungen die Dynamik dieses durchaus rassigen Spiels einzufangen, war schwierig.

Ich bin ja auch kein ausgewiesener Sportfotograf mit professioneller Ausrüstung.

Es blieb nichts anderes übrig, als mit ISO 1600 zu fotografieren.

Und es ist schon sehr erstaunlich, was die modernen Kameras zu leisten imstande sind.

Ein Detail am Rande: Der Spieler aus St. Jakob bestritt heftig, den Klagenfurter gehalten zu haben…

 

Sony RX10 | 150mm | 1/250 s | f/2,8 | ISO 1600 |

KW32/2017

 

Seit tausenden Jahren sind Menschen vom Zauber der Töpferscheibe fasziniert.

Immer wieder staunen wir, wie mit wenigen Handgriffen ein Klumpen Ton in eine anspruchsvolle Form gebracht werden kann. 

Alles sieht so einfach aus - doch wenn ein Schein trügen kann, dann dieser.  Selbstversuche führen mit Sicherheit ins Leere, Frustration kann garantiert werden. Damit genau das nicht passiert, versuche ich seit Jahren, Anfängerinnen und Anfängern die richtigen Impulse zu geben,  gegebenenfalls Trost zu spenden, jedenfalls aber erste kleine Erfolgserlebnisse zu vermitteln. 

Die abgebildete Teilnehmerin des diesjährigen Drehkurses: „Wir drehen durch“, im Rahmen der zweiten Kurswoche am

Kunst.Sommer.Viktring, zeigt in sehr schöner Haltung das Aufbrechen der zuvor zentrierten Tonmasse.

 

In diesem beinahe symmetrischen Foto kommt die notwendige Konzentration und Ruhe sehr gut zum Ausdruck.

 

Sony RX100   |  28mm  |  1/160 s  |  f/4  |  ISO 400  |

 KW31/2017

 

Der „Kunst. Sommer. Viktring“, beheimatet im ungemein atmosphärischen Ambiente von Stift Viktring, findet auch heuer in den ersten beiden Augustwochen statt und bietet neben den traditionellen Keramikkursen

für Kinder, Jugendliche  und Erwachsene auch ein hochkarätig besetztes Kursprogramm aus den verschiedensten Bereichen der bildenden Kunst an.

Das Foto der Woche, entstanden am vergangenen Freitag, zeigt einen Teilnehmer des bildnerischen Grundlagenkurses K6 bei einer zeichnerischen Auseinandersetzung mit den perspektivischen Verhältnissenim Arkadenhof von Stift Viktring.

Keine leichte Angelegenheit...

Es ist immer interessant, jemandem beim Zeichnen oder Malen zuzusehen. Gerade heute, wo man sich beinahe immer und überall im Kreuzfeuer verschiedenster Fotoapparate  wähnt, ist ein Blick über die Schulter eines zeichnenden oder malenden Menschen höchst selten geworden.

 

Sony RX10   |  28mm  |  1/800 s  |  f/7,1  |  ISO 400  |

 KW30/2017

 

Die Schwammerlsucherinnen oder Schwammerlsucher unter ihnen/euch werden diese Wahl verstehen.

Es gibt wenig Vergleichbares beim Schwammerlsuchen als den Anblick eines feisten Steinpilzes.

Dieses Foto berührt manche Menschen auf einer emotionalen, sehr ursprünglichen Ebene. Das Suchen und Sammeln von Nahrung in den Wäldern führt uns kurzzeitig auf eine sehr frühe Entwicklungsstufe zurück.

Ganz in der Gegenwart verwurzelt hingegen ist die Verwendung meines Handys als Fotoapparat.

Mir ist schon klar, dass das vorliegende Foto "gewöhnlich" erscheint. Wenn du aber im steilen, oftmals schwierigen Gelände plötzlich vor einem so schönen Pilz stehst, dann wirst du Freude empfinden.

Und diese Freude möchte ich optisch weitergeben.

 

Sony Xperia Z5    24mm  |  1/32 s  |  f/2  |  ISO 200  | 

 KW29/2017

 

Mein ausgewähltes Foto der vergangenen Woche zeigt eine alltägliche Szene im Café Central in Wien.

Im prachtvollen Ambiente dieses außergewöhnlichen Caféhauses scheint es ein Leichtes zu sein, ein stimmungsvolles Foto zu gestalten.

Doch aufgepasst. Die Säulen der Innenarchitektur stellen ein Problem durch die unvermeidlichen stürzenden Linien dar. Das ist „objektiv“ gesehen völlig normal, mir persönlich gefällt das aber überhaupt nicht.  Also wurde dieses Foto in der Bildbearbeitung vorsichtig perspektivisch entzerrt.

Ein weiterer Aspekt der zur Wahl dieses Fotos geführt hat, ist die zarte Sepia Tönung, die gerade in einem traditionellen Caféhausambiente die Stimmung hervorragend unterstützen kann.

Auch hier gilt, dass weniger oft mehr sein kann.  

Darüberhinaus verlangt ein derartiges Foto Diskretion und Schnelligkeit.

 

 

Sony RX10     28mm  |  1/40 s  |  f/3,2  |  ISO 200  | 

 KW28/2017

 

Normal gibt's schon.

Wie viele Tausend Fotos gibt es von der Burg Hochosterwitz? Wie viele Fotos wurden vom Parkplatz, der am rechten Bildrand erkennbar ist, schon gemacht? Wie viel Freude wurde hier erknipst?

Ein wenig stöbern auf Google Earth genügt. Viel Ähnliches, wenig Ungewöhnliches.  Aber Hochosterwitz ist ein tolles Motiv.

Mir persönlich ist die Burg vertraut, sehe ich sie doch immer auf dem Weg

zum oder vom Fliegenfischen. Und dennoch bin ich als Fotograf immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln.

Diese Woche hatte ich die verrückte Idee, die Burg rückwärts, also über den Rückspiegel zu fotografieren. Voraussetzungen für das Gelingen waren die Verstellung des Spiegels nach oben, eine verkehrsfreie Situation und die richtige Wahl der Geschwindigkeit. Nun, drei Mal bin ich wieder zurückgefahren, dann war das Bild im Kasten...

Mir gefällt das Bild-im-Bild Motiv, ein Thema, dass mich schon seit Jahren fasziniertund auch die Bewegungsunschärfe nach vorne mit der gleichzeitigen Schärfe rückwärts.

 

Sony RX100Mk2  28mm  |  1/60 s  |  f/5,6  |  ISO 200  | 

 KW27/2017

 

Was für ein Motiv!

Zu Beginn unserer Fotowanderung durch den Tierpark Rosegg sah ich ein

Plakat mit dem Foto eines Steinbocks auf einer Bank.

Was für ein gelungener Schnappschuss , dachte ich mir, nicht ahnend, dass sich wenige Stunden später ein vergleichbares Motiv eröffnen sollte.

Um die Mittagszeit sind bei Sonnenschein harte Lichtverhältnisse der Normalfall.

Es ist dann oft schwierig, brauchbare Belichtungen zu erzielen. Und bei drückender Hitze auf eine Anhöhe zu gehen, mit wenig Aussicht auf fotografischen Erfolg, ist auch nicht jedermanns Sache.

Aber ich wurde belohnt. Plötzlich stand ich vor diesem außer-gewöhnlichen Motiv.

Mit der relativ langen Brennweite kein Problem. Bei genügend Licht konnte die ISO auf 200 gesenkt werden.

Aus mehreren Blickwinkeln durfte ich ganz ruhig fotografieren.

Der Steinbock war mir wohl gesonnen.

 

Nikon D300 mit Nikkor 80-200/f2,8  |  1/200 s  |  f/3,5  |  ISO 200  | 

 KW26/2017

 

Der IRONMAN Austria in Klagenfurt zieht  jedes Jahr an die 3.000 Athleten aus über 60 Nationen an.

Diesen Sonntag war es wieder soweit. Tausende Zuseherinnen und Zuseher entlang der verschiedenen Strecken sorgten für die richtige und wichtige emotionale Unterstützung. Persönlich faszinieren  mich  immer wieder die Ereignisse entlang  der Radstrecke.

Meine mir selbst auferlegte  Aufgabenstellung bestand darin, durch das richtige Mitziehen der Kamera die Geschwindigkeit dieses Rennens fotografisch zum Ausdruck bringen zu können. Klingt an sich einfach, stellt sich aber in der Praxis als sehr fehleranfällig dar. Die Zahl der unbrauchbaren, weil zu unscharfen Fotos, ist dementsprechend groß.

Aber im vorgelegten Foto hat's geklappt. Durch die relativ lange Verschlusszeit "verunschärft" sich der Hintergrund aber trotzdem sind beim Sportler Details gut zu erkennen. Darüberhinaus gefallen mir die komplementäre Farbverteilung und die interessanten Linienstrukturen im Hintergrund.

 

SONY RX10  |  1/60 s  |  f/10  |  ISO 400  |  

 

 KW 25/2017

 

Ein einfacher Baustrahler beleuchtet mehrere Flaschen und Gläser, die zufällig auf einerTischtennisplatte abgestellt worden sind. Doch was für ein optischer Leckerbissen. Ein Stillleben, beinahe in Schwarz-Weiß.

Dieses Motiv musste einfach entdeckt werden.

Einige Damen und Herren der Keramikgruppe-ELSA entschieden diesmal, welches Bild innerhalb einer kleinen Auswahl das Foto der Woche wird. Das vorliegende Bild hat das Rennen knapp für sich entscheiden können.

In mehreren Kommentaren wurden die besondere Lichtführung und die spannende Komposition besprochen. Und es stimmt - genau diese Aspekte machen den Reiz dieses Fotos aus.

Die Komposition erinnert an einige holländische Stillleben des früheren 17. Jhdts. Beispielsweise das Vanitasstillleben von Harmen Steenwijck.

Allerdings steht zu befürchten, dass meine Komposition schon beinahe überspannt ist…

Wobei bedacht werden muss, dass ich die Dinge ja eigentlich nicht komponiert habe. Lediglich der Aufnahmewinkel, die Gestaltung der Schärfe und vor allem die Wahl des Ausschnitts  waren meine Kompositionsmöglichkeiten.

                                                                                                                          

                                                                                                                                                                                                                                                                                                     SONY RX10  |  1/1250 s  |  f/4,5  |  ISO 400  |  -0,3 eV

 

 

 KW24/2017

 

Auffällig sind in diesem SW-Foto der sehr starke Hell-Dunkel Kontrast und die ungewöhnliche Komposition.

Auch bei extremen Lichtsituationen versuche ich, abgesoffene Tiefen und/oder ausgefressene Lichter zu vermeiden. Das vorliegende

Bildbeispiel eignet sich sehr gut, um diesen Anspruch untermauern zu können.

Über die Komposition sei in aller Kürze gesagt, dass ich das Foto genau in der Mitte geteilt habe. Die rechte Bildhälfte ist im tiefen Schatten der hochstehenden Sonne.

Die linke Bildhälfte gliedert sich mehrmals sowohl horizontal als auch vertikal. Äußerst spannungsvoll die Position der jungen Dame,

die sich genau unter der Laterne befindet.

Ein wenig zu warten zahlt sich mitunter aus.

 

Sony RX10 | 1/1000s | f/5,6 |ISO 200 | -0,7 eV

 KW23/2017

 

Vor dem ehemaligen Schwesternheim in der Linsengasse, Ecke Khevenhüllerstraße, bringt eine Dame seit Jahren einen Garten

zum Blühen.

Bis auf wenige Monate im Jahr gibt es hier immer eine ganz besondere Blumenpracht zu bewundern. Das Angebot ist überwältigend.

Gerade im Moment stehen die Mohnblumen in der späten Pracht.

Die eigentliche fotografische Herausforderung scheint mir in der richtigen Auswahl des Motivs im optischen Überangebot.

 

Im vorliegenden Bildbeispiel achtete ich auf einen klaren Komplementärkontrast und auf ein spannungsvolles Hell-Dunkel.

 

Weniger ist mehr-viel Wahres steckt in dieser einfachen Weisheit.

 

Sony RX10 | f/5,6 | 1/1000 s | ISO 400 | -0.70 eV

 KW 22/2017

 

Am 29. Mai waren meine Tochter und ich Fliegenfischen in der Gurk bei Unterpassering.

Bei tiefstehender Sonne ergab sich diese sehr stimmungsvolle  Situation.

Es ist ja nicht unproblematisch, direkt in das Sonnenlicht zu fotografieren und dennoch im Hauptmotiv genügend Zeichnung zu haben. 

Mit einer gespeicherten Belichtungsmessung  des linken Bildteils 

konnten diese schwierigen Lichtverhältnisse schnell gemeistert werden.

 

Die kleine Sony ist beim Fliegenfischen immer dabei. Das Verlustrisiko nehme ich in Kauf, solange ich Augenblicke wie diesen festhalten kann. 

 

Sony RX100 II | 1/200s | f/4 | ISO 400 | Zeitautomatik

 

"Ich kann mich dem Wasser nicht entziehen" lautet einer der letzten Sätze im großartigen Film 'In der Mitte entspringt ein Fluss' 

von Robert Redford. 

Kann ich nur bestätigen.

 KW 21/2017

 

Am Donnerstag, den 25. Mai, fanden die Dreharbeiten zu meinem Portraitfilm über den Bildhauer Kurt Jerak in dessen Atelier statt.

Während der Filmaufnahmen entdeckte ich in seiner Werkstatt

dieses schaurig-schöne Motiv. Diese Kinderpuppe, verstümmelt und verstaubt, passte so gar nicht in das Arbeitsumfeld eines Holz- und Metallbildhauers.

 

Als enorm reizvoll registrierte ich die vorhandenen Kontraste:

Den geradlinigen Strukturen von Jalousien und Fenstergitter stehen

die organischen Formen der Wurzelhölzer und der Puppe gegenüber.

Zur Erhöhung der Dramatik komponierte ich das Foto stark asymmetrisch.

Die Verteilung im Bild entspricht dergestalt auch unseren

Lesegewohnheiten von links oben nach rechts unten.

 

Das Foto wurde im CS6 nach Schwarz-Weiß entwickelt

KW 20/2017

 

Eine Geburtstagsfeier in Maria Woschart entwickelt sich zum musikalischen Tortenschmaus.

Manfred Sumper (Vocal, Gitarre, Bouzouki und Mundharmonika), dem Hausherrn der HUTkultur und Sascho Debelec (Flöten, Klarinette, Kontrabass) gestalteten diesen Abend mit einem sehr abwechslungs-reichen Programm und einer sicht- und spürbaren Freude am gemeinsamen Spiel.

Wie so oft bei Konzerten gab es auch hier schwierige Lichtverhältnisse. Um auf Nummer sicher zu gehen entschied ich mich, im Modus RAW+JPEG zu fotografieren.

 

Ganz im Gegensatz zum Vorwochenfoto wird das Bild dieser Woche stark durch eineintensive Farbigkeit getragen. Den kühlen Farben im Hinter-grund steht der warme Farbton der Gitarre gegenüber.

Genau so gegensätzlich der kompositionelle Aufbau - mehreren senkrechten Formen steht wieder die Gitarre mehr oder weniger

waagrecht dagegen.

Insgesamt ein spannend ausgewogenes Foto eines hervorragenden Musikers.

Sony RX10 | f4 bei 1/40Sek und ISO 1600 | RAW+JPEG

 KW 19/2017

 

Diese kleine Szene wurde im Werkhof Bistrica während der Modellierarbeiten an den Marionettenköpfen eingefangen.

Eine scheinbar beiläufige Szene wird plötzlich attraktiv.

Als Beobachter und Fotograf ist es immer angesagt, vorausschauend zu agieren.

Durch den wunderbaren Hintergrund und die vielfältigen Weißtöne hatte die Szene ohnehin schon kurz zuvor meine Aufmerksamkeit erlangt. 

Als dann noch die richtige Aktion der Schülerinnen hinzugekommen ist, konnte ein gutes Foto nicht mehr verhindert werden.

Ein High-key-Foto mit dem Zauber eines schönen Augenblicks.

 

Sony DSC-RX10, Blende 4 bei 1/25 Sek. und ISO 320. Es wurde um eine Blende überbelichtet.

 

Den Bildbericht über diese bildnerische Schwerpunktwoche finden Sie hier.

 

 KW 18/2017

 

Ein genauer Blick auf das oftmals Kleine oder Verborgene ist das Wesen der Makrofotografie.

Eines der Probleme dabei ist die eingeschränkte Schärfentiefe, die im Extremfall nur wenige Millimeter betragen kann.

Im vorliegenden Beispiel ist es aber gerade diese geringe Schärfentiefe,

die dem Bild den richtigen Zauber gibt.

Dieses Foto wurde ausgewählt, weil mir auf der einen Seite die reichen Grün-Abstufungen und auf der anderen die geradezu zärtliche Berührung der beiden Blätter richtig gut gefallen haben.

 

Nikon D300 mit Sigma Makro 2,8/70mm. 1/800 Sek bei f/3,5 und ISO 200

 KW 17/2017

 

Mitunter muss es schnell gehen.

Inge Morath, die bekannte österreichische Fotografin der Agentur Magnum, hat es einmal so formuliert: „Ich habe nur Angst vor dem verpassten Augenblick“.

 

Zum Foto: Äußerst spannungsvoll bewegt sich diese Figur innerhalb des streng komponierten Bildausschnitts.

Der Kontrast zwischen Figur und Umgebung könnte größer nicht sein.

Den vielfältigen Abstufungen verschiedener Erdfarben stehen das Schwarz und die dunklen Grautöne der Figur gegenüber.

 KW 16 /2017

 

Das obige Bild war eines der letzten Fotos in der Kalenderwoche 16.

Es zeigt eine Situation am Billardtisch. In schöner Haltung

spielt Christa eine Kugel in die Ecktasche.

Ein sehr kleiner Schärfentiefenbereich, hervorgerufen durch die Blende 1,8, bewirkt einen interessanten Kontrast der Kugel zum Hintergrund.

Weiters beleben Komplementärkontraste und eine dynamische

Komposition dieses Bild.

Aufgenommen mit der Sony RX 100 MK II mit einer 1/20 Sek.

(aufgelegt auf die Bande) bei Blende 1,8 und ISO 100.

Fotografiert wurde im manuellen Modus.

 

 KW 15 /2017

 

Während des kurzen Fliegenfischerurlaubs in Berg im Drautal entdeckte Christa diesen kleinen Wasserfall. Als sie mir diese Stelle zeigte war mir klar, wie ich dieses Motiv fotografieren wollte.

Aber die Sony RX 100 schaffte nicht die erforderlich lange Verschlusszeit.

Zum Glück hatte ich noch die Sony RX 10 dabei. Diese Kamera verfügt, im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester, über einen einschwenkbaren Graufilter.

Damit konnte ich die Belichtungszeit bei Blende 16 und ISO 80 auf eine Sekunde dehnen.

Kamera aufgelegt, Selbstauslöser gedrückt und fertig.

 

 

 KW 14 /2017

 

Zufälligerweise war ich Beobachter des heurigen Osternestsuchens der

Kinder des Pfarrkindergartens Viktring.

Aufgeregt liefen die Kinder durch den Marienhof und ihre Körbchen zu finden. Was für ein Spaß!

Ein besonders liebes Foto für die vorösterliche Zeit.

 

Fotografiert mit der Sony RX 100 MK II.

Dieses Bild ist ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel der richtigen Zeit mit dem richtigen Ort im Dabeisein der richtige Kamera.

 

 KW 13 /2017

 

Flüchtige Spiegelung am Teich in Rotschitzen.

An diesem Foto gefällt mir  das grafische Spiel der sich im Wasser spiegelnden Sträucher.

Das Wasser wird durch einige Fische und leichtem Wind in Bewegung versetzt und zaubert so ein interessantes grafisches Gefüge an die Oberfläche.
Ganz spannend finde ich den zusätzlichen blauen Akzent.

Fotografiert mit meiner Sony RX10 und 200mm Brennweite. 

 

 KW 12 /2017

 

Kleines Ereignis am westlichen Tor von Stift Viktring.

Eine sehr tiefe Kameraposition, der richtige Schärfepunkt und eine offenen Blende bringen dieses leicht zu übersehende Motiv richtig zur Wirkung.

Augen auf!

 KW 11 / 2017

 

Dieses Foto zeigt die Südfassade von Stift Viktring bei Klagenfurt.

Aufgenommen wurde es vor wenigen Tagen mit meinem Handy , einem Sony Experia Z5.

Das ist ungewöhnlich, eigentlich sogar amüsant, weil ich so gar nicht der Freund der Handyknipserei bin.

Als gestandener Vertreter auch der älteren Fotoschule, kann ich mit dem Handy sehr wenig Fotogefühl spüren.

Gefühl hin, Gefühl her - das obige Foto scheint nicht ganz daneben zu sein.