Gail - Revier Äsche/Villach

Das Wort „Gail“ bedeutet übersetzt etwa soviel wie „Die Überschäumende“.

Wer kennt ihn nicht, diesen berühmten Fluss im Südwesten Kärntens? Glasklar und in der typischen Farbe der Kalkflüsse bietet dieser Fluss eine ganz außergewöhnliche Fliegenfischerei.

Seit mehreren Jahren bin ich Mitglied des FV „Äsche“ in Villach und befische die Gail im Raum Villach. Ein Revier, das weniger von der Größe unserer Beute, als vielmehr von der Tiefe der Eindrücke bestimmt ist.

Der Befischungsdruck ist ungewöhnlich hoch, allerdings gestaltet sich die Begegnung mit den Fliegenfischerkollegen als sehr angenehm.

 

Bevorzugt verwende ich für die Trockenfischerei eine Rute der Klasse 6 mit 9 Fuß Länge oder eine 11 Fuß Switch der Klasse7, jeweils mit einer passenden WF Schnur.

 

Meiner Erfahrung nach eignen sich die Trockenfliegenmuster Royal Wulff, Buck Caddis, Europa 12 und die Bivisible in zarten Farbkombinationen. Das Spektrum fängiger Nymphen oder Streamer scheint viel größer. Aufgrund des hohen Befischungsdrucks versuche ich auf Goldköpfe zu verzichten und bevorzuge bescheidene, ja beinahe unauffällige Muster mit deutlich verlängertem Vorfach.  


St. Lorenzen im Lesachtal

19. und 20. Juni 2015

 

Das Lesachtal ist irgendwie anders. Hinter jeder Biegung neue, so ganz andere Motive.

Steile Wiesen, malerisch angelegte Dörfer und im Hintergrund die beeindruckenden Gipfelketten der Karnischen Alpen. Tief unten im Tal die türkisgrüne Gail. Ein Anblick, der jeden leidenschaftlichen Fliegenfischer zutiefst berührt.


 

Die Gail ist hier eine typische Vertreterin der Forellenregion.

Schnelles, mitunter weißes Wasser mit vielen Strömungstaschen in denen mitunter starke Salmoniden lauern. Aber nicht nur die landschaftlichen Schönheiten gilt es zu bemerken, nicht nur den unglaublich schönen Fluss zu bestaunen - es sind auch die Lesachtalerinnen und Lesachtaler, die mir besonders angenehm in Erinnerung bleiben.

 

Unsere Fischerei war wie erwartet. Mitunter schwierig, weil einige Stellen nur mit äußerster Mühe erreicht werden können. Auch gilt es, im schnellen Wasser immer sicheren Halt zu finden. Ein Wattstock kann hier sehr gute Dienste leisten.


 

Wir fischten vornehmlich mit der Trockenen. Während unserer Besuchszeit waren gut sichtbare Rehhaarfliegen die beste Wahl. Mitunter kamen auch Nymphen zum Einsatz.

Die Forellen waren, was die Art des Musters angeht, überhaupt nicht wählerisch.


 

 

Besonders stimmungsvoll war die Fischerei am Sonntag in der Früh.

Das sind einfach unvergessliche Momente...

 

Auf Wiedersehen heuer im Lesachtal.