Steingut:


Hommage à Ernst Litfaß

 

Eine sehr frühe Arbeit.

Das Umdrucken von Texten auf keramische Oberflächen führt immer wieder zu überraschenden Ergebnissen.  

Die einzelnen "Säulen" wurden in Teilen gedreht und im lederhartem Zustand mit den Textfragmenten versehen.

Dieses Verfahren wurde in einer Fachzeitschrift falsch beschrieben, aber mit ein wenig Erfahrung im Bereich des Druckens sollte dies keine Hexerei darstellen.

Soviel kann ich verraten: Alles dreht sich um das Verhältnis zwischen Fett und Wasser...

Kopfvasen

 

Ebenfalls sehr frühe Arbeiten (1997).

Diese Vasen sind von der Gefäßform her Variationen antiker Amphoren.

"Spöter" und "Spitzzunge" sind die Titel der beiden Arbeiten.

Sie sind gedreht, engobiert und poliert.

Letzteres zählt nicht gerade zu meinen bevorzugten

Oberflächenbehandlungen. 
Wegen der Höhe mit ca. 45 cm dauert das Polieren mehrere Stunden.

 

Schnittdose

 

Die Anwendung verschiedenster bildnerischer Verfahren im Bereich der Keramik führt immer wieder zu verblüffenden Ergebnissen.

Im vorliegenden Beispiel wurde der Holz- oder Linolschnitt als oberflächenbestimmendes Verfahren adaptiert. Nach einer Behautung mit speziell vorbereiteten Engoben erfolgte der Schnitt mit den typischen Linolschnittwerkzeugen.

Vorsicht ist hier geboten, denn wie auch beim Holz- oder Linolschnitt sind Korrekturen nur sehr schwer möglich. Eine sichere Hand und klare Formvorstellungen sind von Vorteil. 

 

Die Höhe der Dose beträgt 21cm, gebrannt wurde das Stück bei 1080°C. 
Im Inneren wurde sie transparent glasiert.

Signiert und datiert aus dem Jahre 1997

Die weißen Riesen

 

Diese sechs Vasen sind mit bis zu 90 cm wirkliche Riesen.

Sie stehen mit der locker gemalten Oberfläche am Beginn einer sehr langen Werkphase, die sich allerdings in erster Linie in der Malerei niedergeschlagen hat.

Im Bereich meines keramischen Schaffens hat es bis heute noch keine Nachfolger gegeben.

Den Verzicht auf Farbe und benennbarer Dinglichkeit empfand ich damals,

im Jänner 2007, als enorme Befreiung.

Unmittelbar darauf starte ich meine bis heute andauernde

Auseinandersetzung mit der abstrakten Malerei.

Leider sind mir bei einer Ungeschicklichkeit zwei der Riesen teilweise zu Bruch

gegangen (von links aus gesehen die dritte Flasche und jene ganz rechts).

Diese Arbeiten sind gedreht und mit Engobe bemalt. Innen zum Teil transparent glasiert.

Signiert und datiert 2007

 

 

 

Ariadne Amphoren

 

Auftraggeber war für diesen höchst ungewöhnlichen Auftrag das Stadttheater Klagenfurt. Für die Produktion

"Ariadne auf Naxos" wurden 19 weiße Amphoren gebraucht, die in diesem Stück zu Bruch gehen sollten.

Soweit kein Problem. Als ich aber bei einer der ersten Vorstellungen gesehen habe, wie der Diener mit der

Amphore über die Stufen stürzt, bekam ich es mit der Angst zu tun. Keramikscherben können ungemein scharf sein.

Zum Glück ist dem jungen Schauspieler nichts passiert, alle Amphoren wurden entsprechend der Dramaturgie zerstört.

 

Dankenswerterweise bekam ich die Bruchstücke und nach einer Kaltbemalung und mühevollem  Zusammenbau

erhielten die Amphoren ihren zweiten Auftritt.