Im Trüben fischen

29. September 2017

Mitte September gab es im Süden Österreichs sehr ergiebige und lang andauernde Regenfälle.

Die Pegelstände erreichten im Osten des Landes sehr häufig die Einjahresmarke.

Etwas günstiger erschien die Situation an der Drau. Erhöht aber durchaus in absehbarer Zeit befischbar.

Falsch gedacht. Diesmal ging der Wasserstand, gemessen am Beginn des Reviers Putz an der Brücke in Dellach, nur sehr zögerlich zurück.

Am 29. September war ich vor Ort und war dann doch erstaunt über die noch deutliche Eintrübung der Drau.

Die Sichttiefe betrug knapp 25-30cm.

Wie darauf reagieren? Mit dunklen Ködern befischte ich die mir bekannten Standplätze, zumeist im Bereich der Uferblocksteine

oder in den beruhigten Kehrwassern. Nur wenige zögerliche Bisse konnten bemerkt werden. Keine Steiger.

Am späteren Nachmittag/Abend gab es allerdings eine deutliche Verbesserung der Sichttiefe.

Meinem Berliner Angelfreund gelang sogar der Fang zweier Äschen auf Trockenfliege. Petri Heil!

Familiär bedingt musste und wollte ich diesen groß vorbereiteten Angelurlaub abbrechen.

Fortsetzung demnächst.

 

Spannung im KELAG-Revier/Möll

26. August 2017

Eine Tagesfischerei im KELAG-Revier am 26. August 2017.

Wie erwartet hat die Möll am späteren Morgen bereits viel Wasser. Aber da sie nur leicht angetrübt war,

stand dem Fliegenfischen nichts im Weg.

Die ersten Bisse kamen eher zaghaft, mehrmalige Köder- und Positionswechsel brachten wenig Erfolg.

Erfolg – was bedeutet dieses Wort beim Fliegenfischen? Bist du als Fischer erfolgreich wenn du Beute machst?

Geht  es nur darum, möglichst große Salmoniden auf die Schuppen zu legen? Das erlaubte Kontingent auch auszureizen?

Ist erfolgreiches Angeln nicht besser in seiner Ganzheit zu verstehen? Bestehend aus Beobachtungen, Erfahrungen,

neuen Erkenntnissen, gesundheitlichen  Aspekten und natürlich auch dem Angelglück?

Gerade unter den Fliegenfischern hat sich der freiwillige Verzicht auf Beute in den letzten Jahren sehr verbreitet.

In Zeiten vielfacher Bedrohungen durch verschiedene Prädatoren eine wichtige, weil nachhaltige Entwicklung.

Einen Fisch vorsichtig zurückzusetzen kann auch Glück bedeuten.

Erfolg im Fliegenfischen ist für mein ganz persönliches Dafürhalten die Überlistung eines Fisches mittels selbst

hergestellter Fliegen inmitten einer möglichst intakten Natur unter weidmännisch korrekten Bedingungen.

Hin und wieder einen Fisch zu entnehmen scheint mir akzeptabel und im Sinne der jagdlichen Betätigung geradezu normal.  

Um es kurz zu machen: Ein Tag an der Möll mit guten äußeren Bedingungen, interessanter Fischerei, viel Bewegung

und etwas Beute – mehr braucht’s wirklich nicht.

Wir waren somit erfolgreich.

 

 

Wiener Fliegenfischer und Russischer Bär. Seltene Gäste an der Möll.

Wie Brüder im Fluss

31. April und 1. Mai

Starke Regenfälle am 27. und 28. April ließen die Hoffnung auf ein Fliegenfischerwochenende

schwinden. Glück gehabt, das Drautal wurde von starken Regenfällen verschont.

Am Sonntag war noch eine leichte Trübung vorhanden, am Montag war die Drau weitestgehend klar.

Eine leichte Eintrübung ist für die Fliegenfischerei bekanntlich kein Nachteil.

So gelang am Sonntag der Fang einer sehr schönen Bachforelle, die nach allen

Regeln der Kochkunst vom Küchenchef in der Waldpension Putz zubereitet wurde. Was für ein Genuss!

 

Die Drau ist ja bekanntermaßen ein launischer Fluss. Jeder Biss muss mitunter hart erarbeitet werden.

Kurioserweise erfolgten diese am Montag erst nach drei Stunden. Dann aber zeitgleich(!) bei

meinem Bruder und mir. Und beinahe zeitgleich verloren wir beide Fische…

In Anbetracht der grandiosen Umgebung, der Betätigung an der frischen Luft und der liebevollen

Betreuung und Verpflegung im Hotel ist die Zahl der gefangenen Fische nebensächlich…

Anfischen Gurk

19. und 24. April

Eines unserer Rituale an der Gurk ist das gemeinsame Anfischen.

Heuer fand dies am 19. April statt - aber leider nur in halber Besetzung.

Bei Starkwind und sehr bescheidenen Temperaturen hielten Karli und ich über zwei Stunden am Wasser aus.

Gefangen haben wir nichts, aber dafür war uns so richtig kalt.

Warm wurde es uns dann bei der gemeinsamen Jause.

Petri Heil für 2017.

Am 24.  April mit Karli nachmittags an der Gurk

Seit mehreren Jahren haben wir Biber an der Gurk. Dieses schöne Tier konnten wir schon des Öfteren beobachten.

Inzwischen sind schon eine Reihe Bäume und zahlreiche Äste, Sträucher und Maisstangen gefallen.

Sein neuestes Projekt macht uns weniger Freude-im Bereich der Insel hat die Fällung

eines größeren Baumes begonnen. Je nach Lage des gefallenen Baumes kann hier schon die Gefahr einer Verklausung bestehen.

Eine wunderschöne Bachforelle konnte vorsichtig wieder entlassen werden.

In Anbetracht der Belastung durch Otter, Reiher und Kormoran ist die Entnahme durch unsere Fischerei sehr gering.

Geil die Gail

17. und 22. April 2017

Erster Fischgang am 17. April, früh am Morgen.

Die Gail knapp unterhalb der Tschinowitzer Brücke zeigt sich romantisch mit ein wenig Nebel und Sonnenschein.

Das frühe Aufstehen am Ostermontag ist vergessen.

Das Wasser ist schnapsklar und der Wasserstand infolge der monatelangen Trockenheit sehr niedrig.

Perfekte Bedingungen lassen fehlenden Fischkontakt in den Hintergrund treten. Nicht ein Biss war an

diesem Vormittag zu verzeichnen.

Irgendwo habe ich gelesen, dass wir sagen „wir gehen fischen“ und nicht „wir gehen Fische fangen“.

22. April, am Vormittag

Diesmal befische ich den rechtsufrigen Bereich ab der Autobahnbrücke.

Die Gail noch immer klar und extrem niedrig. Eine gefangene Bachforelle zeigt leider

eine unschöne Verstümmelung der rechten Brustflosse.

Dafür können mehrere Ursachen genannt werden, aber des Öfteren sah ich solche Verletzungen bei

Fischen, die, bei zu dichter Hälterung, durch Verbiss hervorgerufen wurden.

Aber natürlich wäre auch eine Verletzung durch Prädatoren möglich.

FrühjahrsPutz

9. und 10. April 2017

Die Bachforelle ist in der Drau bereits ab dem ersten April befischbar.

Zu Beginn der Osterferien verbrachten meine Gattin und ich zwei sehr schöne Tage

in der Waldpension Putz in Berg im Drautal.  Ein idealer Ort um Entspannung und Ruhe zu finden.

Der Wasserstand der Drau ist zur Zeit mit etwa 24m³/Sek Durchfluss sehr niedrig und zeigte sich

wie erwartet glasklar. Viele kleine Seitenbäche sind in Folge der regenarmen Monate sogar trockengefallen.  

 

Die nachfolgenden Bilder sollen einen Eindruck vom Revier Putz vermitteln.  

Zur besseren Verständigung sind die Vergrößerungen mit kurzen Kommentaren versehen.


Saisoneröffnung an der Mur

19. März 2017

An der Mur bin ich aufgewachsen und dort haben sich viele denkwürdige Abenteuer meiner Kindheit ereignet. Deshalb freue ich mich immer wieder, wenn ich Gelegenheit habe, an diesem Fluss zu fischen.

Diesmal war ich mit meinem Bruder Harald unterwegs, der seit einigen Jahren Aufsichtsfischer in diesem gigantischen Revier ist. Gigantisch deshalb, weil sich dieses Revier über 24 Kilometer Flusslauf erstreckt.

Haralds Wahl fiel diesmal auf den unteren Bereich dieser Strecke, genauer gesagt von Lind bis zur Einmündung der Ingering  knapp vor Knittelfeld.

 


Wie war die Mur?

Der Winter 2016/17 war schneearm und die ersten gefühlten Frühlingstage trocken. Daher war es nicht verwunderlich, dass sich die Mur ungewöhnlich  klar präsentierte.

War die Mur zu Beginn dieses Tages noch glasklar, dann veränderten sich die Bedingungen am Nachmittag zu unserem Nachteil. Starker Wind und eine zunehmende Eintrübung mit gleichzeitigem Pegelanstieg erzwangen ein vorzeitiges Ende.

Um 10:00 hatten wir 28,53 m³/Sek. Durchfluss, sechs Stunden später waren es schon 35,52m³/Sek.

 

 

Und? Was gefangen?

Ein wenig geht immer...

Für mich als Kärntner ist es ungewöhnlich, schon so früh im Jahr die Rute schwingen zu können. Aber das Land Steiermark hat andere Schonzeiten. Die Bachforelle ist bereits ab dem 16. März offen. Die Regenbogenforelle in Bild konnte wegen der ausschließlichen Verwendung von Schonhaken schnell 

zurückgegeben werden. Vielleicht sehen wir uns in ein paar Jahren wieder...außerhalb der Schonzeit!

 

 

 

 

 

Mit was wurde geangelt?

Mit über 30m³ Durchfluss ist die Mur oberhalb von Knittelfeld ein beachtliches Fließgewässer und starker Vertreter der Äschenregion.

Wegen der Größe des Gewässers fischte ich am Vormittag sehr angenehm mit meiner Orvis Switch 11 Fuß #7, am Nachmittag klassisch mit einer 9 Fuß #6. 

Verschiedene Fliegenmuster wurden eingesetzt, allerdings schien mir "The Sparrow", ein Allround-Muster von Jack Gartside, am interessantesten.

 

Zusammengefasst ein gelungener Auftakt in die Saison 2017.

Vielen Dank Harald.